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Kunstprojekt MAMMAS


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Programme zur Brustgesundheit

Die Krankheit

In Schleswig-Holstein wurde 2006 das Netzwerk " Betrifft Brust" gegründet, an dem Politik, Krankenkassen, die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, die niedergelassenen Ärzte und die Klinken mitwirken. Durch das Netzwerk kann Frauen mit Brustkrebs in Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Bundesländern oftmals schneller und besser geholfen werden. Dazu tragen vier Versorgungsstrukturen bei:

1) Das Programm "
BRUSTlife" setzt auf gezielte Aufklärung, Angstabbau und Motivation zur Selbstuntersuchung und zum regelmäßigen Arztbesuch. Dazu werden viele Seminare angeboten, in denen Frauen u.a. von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt die richtigen Handgriffe für eine Selbstuntersuchung erklärt und gezeigt werden. Die Teilnehmerinnen setzen das Erlernte an Silikonmodellen in die Praxis um. Es können 12 - 15 Frauen teilnehmen. Die Veranstaltung dauert 1,5 - 2 Stunden, ist für die Teilnehmerinnen kostenfrei und zielt außerdem auf ein gutes Körperbewusstsein ab. ( Flyer mit weiteren Informationen)

2) Beim " Mammographie Screening" werden Frauen im Alter zwischen 50 bis 69 Jahren vorsorglich alle zwei Jahre auf Brustkrebs untersucht. Ziel ist es dabei, bei dieser risikoreichsten Altersgruppe Brustkrebs so früh wie möglich zu entdecken. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Untersuchungen finden wohnortnah in hochmodern ausgerüsteten "Screening-Einheiten" statt. Um kurze Anfahrtwege zu gewährleisten, werden neben den stationären Einheiten auf dem Land auch vier fahrbare Röntgenpraxen im Busformat ("Mammobile") eingesetzt. Bei auffälligen Befunden erfolgt automatisch die weitere Diagnostik und die Einleitung der notwendigen Therapie. Bei unauffälligem Befund werden die Frauen nach zwei Jahren wieder schriftlich eingeladen. Mammographie-Screening-Hotline 04551 - 89 89 00

3) Die
Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik " QuaMaDi" bietet Frauen aller Altersgruppen mit einem unklaren Befund eine Brust-Diagnostik mit Zweitbefund und Drittabklärung, falls unterschiedliche Diagnosen gestellt werden. Folgender Ablauf ist vorgesehen: Wenn Veränderungen der Brust festgestellt werden, greift QuaMaDi, und es wird eine Mammographie und bei Bedarf eine Sonographie gemacht. Der untersuchende Arzt / Radiologe schickt dann die Bilder bzw. Daten unkommentiert zu einem weiteren Radiologen. Sollten Erst- und Zweitbefund nicht übereinstimmen, werden die Bilder bzw. Daten an eines der Referenzzentren im Lande weitergegeben. Danach wird die Diagnose endgültig festgelegt. Durch die unabhängige Zweitbefundung wird die Früherkennungsrate deutlich verbessert. Falls eine feingewebliche Untersuchung angezeigt sein sollte, so werden aktuelle, schonende Behandlungstechniken eingesetzt.

4) Beim
Disease-Management-Programm Brustkrebs ( DMP) arbeiten Fachkliniken (stationäre Versorgung) und niedergelassene Ärzte (ambulante Versorgung) nach einheitlichen Leitlinien zusammen. So können die Heilungschancen für betroffene Frauen optimiert werden. Der Begriff Disease-Management (DMP) stammt aus den USA und bedeutet übersetzt Krankheitsmanagement. Im Vordergrund des DMP`s steht die Verbesserung der Versorgung chronisch Kranker unter optimalem Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Brustkrebs gilt nicht als typisch chronische Krankheit, gewinnt aber aufgrund der Häufigkeit der Erkrankungen immer mehr an Bedeutung. (Deutschland: ca. 56.000 Neuerkrankungen jährlich) Durch strukturierte, qualitativ gesicherte Beratungs -und Unterstützungsprogramme soll die Patientin im Rahmen des DMP`s mehr in den Behandlungsverlauf integriert werden. Durch Erhöhung des operativen Standards und der adjuvanten Therapie kann durch die Teilnahme am DMP eine Verbesserung der medizinischen Versorgung gewährleistet werden. Insbesondere die Kooperation und die dadurch wachsende Professionalität unter den verschiedenen Leistungserbringern (Arzt-Krankenhaus) wird gestärkt. Weitere Informationen gibt es beim Patiententelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein und der Ärztekammer Schleswig-Holstein unter 04551 / 803 308.

Eine weitere wichtige Facette in der Früherkennung von Brustkrebs ist die
Medizinische Tastuntersuchung " MTU". Blinde Frauen haben ein sehr ausgeprägtes taktiles Empfinden und können frühzeitig mit ihren Fingern auch sehr kleine Veränderungen im Brustgewebe ertasten. Und je früher ein Tumor erkannt wird, umso besser die Prognose für die Behandlung. So entsteht zur Zeit ein neues Berufsbild, bei dem die Medizinische Tastuntersucherin die gynäkologische Früherkennungsdiagnostik ergänzt. Anders als bei den vorgenannten Programmen ist die MTU nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung und steht am Anfang der innovativen Entwicklung. Als erste und bislang einzige Krankenkasse übernimmt die BKK MOBIL OIL die Kosten der neuen Untersuchung. Einen aktuellen Artikel aus den Lübecker Nachrichten vom 05. September 2009 zur MTU in Hamburg finden Sie hier.

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